Erbrechtliche Auseinandersetzung

Erbe kann eine einzelne Person sein oder eine Gemeinschaft mehrerer Erben, die Erbengemeinschaft.

Diese "Zwangsgemeinschaft" wird durch die Verteilung des Erbes wieder aufgelöst, was jedoch in der Praxis oft mit erheblichen Schwierigkeiten verbunden sein kann und bisweilen Jahre und in manchen Fällen auch Jahrzehnte dauern kann.

 

Die Erbengemeinschaft

Die Erbengemeinschaft wird in der Regel auf Auseinandersetzung durch Aufteilung des Nachlasses gerichtet sein, da zunächst keiner der Miterben alleine über das ererbte Vermögen verfügen kann.

Streit ist hier sehr häufig. Die Erben sitzen gleichsam „in einem Boot“. Wenn nicht alle gemeinsam „rudern“, kann eine Auseinandersetzung lange dauern und teuer und schmerzlich sein. Dabei ist es wichtig, als Miterbe die Kontrolle nicht aus der Hand zu geben oder zu verlieren.

Nach dem Eintritt eines Erbfalles drängt die Zeit. Eine Ausschlagung des Erbes muss innerhalb von 6 Wochen erklärt werden. Nach der Annahme des Erbes muss sofort gehandelt werden, wenn bisher unbekannte Schulden auftauchen.

Schon um künftigen Streit zu vermeiden, sollte jeder Erbe sich schnell über seine Ansprüche und die Rechte und Pflichten in der Erbengemeinschaft beraten lassen.

Unsere Aufgabe ist es nicht nur, Sie über die Rechtslage umfassend zu beraten, sondern Ihnen auch Wege, Strategien und Möglichkeiten der Streitvermeidung und Streitlösung aufzuzeigen.

So hilft rechtzeitiger Rat, spätere hohe Kosten für Gerichte und Anwälte zu vermeiden. Er zahlt sich aus.
 

Haftung der Erben

Grundsätzlich haften die Erben gesamtschuldnerisch für Nachlassverbindlichkeiten, d.h. jeder Erbe haftet für die gesamten Verbindlichkeiten des Erblassers, und zwar auch mit seinem Privatvermögen, sofern nicht rechtzeitig die zur Haftungsbeschränkung notwendigen Schritte unternommen werden.

Eine übereilte Erbannahme oder Auseinandersetzung (Verteilung, Entnahme) – auch eine Teilauseinandersetzung – kann eine eventuell notwendige und grundsätzlich mögliche Haftungsbeschränkung erheblich erschweren und in vielen Fällen sogar ausschließen.
Eine nicht zu unterschätzende Gefahr, denn manch ein Erbe hat aufgrund einer Erbschaft Privatinsolvenz beantragen müssen.
 

Bank zur Auskunft verurteilt

Die Abwicklung von Erbschaften mit Grundstücken und Forderungen im Nachlass gehören zum Standardgeschäft des Rechtsanwaltes. Was aber wenn dem Erben eine Grundschuld als sogenanntes bestehen gebliebenes Recht aus einer Zwangsversteigerung zufällt? Damit sind viele Beteiligte und auch oft Banken, denen eine solche Grundschuld als Sicherungsnehmer ursprünglich zur Verfügung gestellt wurde, überfordert. Im nun entschiedenen Fall hatte sich die Bank sogar geweigert, dem Erben Auskunft zu erteilen.

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10 Tipps für künftige Erblasser

Den Beitrag von Rechtsanwalt Rudolph für Deutschlandradio Kultur      finden Sie hier.

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notarielles Nachlassverzeichnis

Das OLG Bamberg hat die Anforderungen an ein notarielles Nachlassverzeichnis in einer neuen Entscheidung zusammengefasst und klargestellt und hiermit die Rechte der Pflichtteilsberechtigten gestärkt.

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Sittenwidriger Erbverzicht

Erbverzichte und Pflichtteilsverzichte sind gefährlich und sollten sorgfältig bedacht werden. Insbesondere junge Kinder können oft nicht beurteilen, auf was sie sich einlassen, wenn die Eltern einen Erb- oder Pflichtteilsverzicht verlangen.

Das Oberlandesgericht Hamm urteilte nun: Ein Nissan GTR X für einen Erbverzicht ist sittenwidrig.

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Unwirksame Bestimmung im Testament

Ein Testament, in dem der Erblasser verfügt: "Wer mir in den letzten Stunden beisteht, übergebe ich Alles" ist unwirksam.

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Knapp 500 Paragraphen,

die es in sich haben:

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