Intenationales Erbrecht

  • Der Erblasser oder Testierende lebt in Deutschland, hat aber nicht die deutsche Staatsangehörigkeit.
  • Eine wachsende Zahl von Ehen wird zwischen Menschen unterschiedlicher Staatsangehörigkeiten geschlossen.  
  • Kinder haben eine doppelte Staatsangehörigkeit.
  • Wohnsitze werden ins Ausland verlegt.
  • Vermögen, insbesondere Grundbesitz, befindet sich in unterschiedlichen Staaten.

 All dies sind Fälle, in denen das deutsche Erbrecht möglicherweise nicht (alleine) weiterhilft.

Auch die am 17.08.2015 in Kraft getretene EU-Erbrechts-Verordnung kann im Einzelfall nur über Rechtsanwendungs- und Verfahrensfragen hinweghelfen; materielles Erbrecht regelt sie nicht. (Das Abkommen wurde von UK, Irland und Dänemark nicht ratifiziert)

Besondere, bilaterale Vereinbarungen gibt es mit den GUS-Staaten in der Nachfolge der ehemaligen Sowjetunion, mit der Türkei und mit dem Iran.

Von praktischer Bedeutung ist weiter das Haager Übereinkommen von 1961 über das auf die Form letztwilliger Verfügungen anzuwendende Recht.

Kollisionsrecht, Internationales Privatrecht

Eine Rechtsordnung kann ihren eigenen Geltungsbereich regeln. Das ist unproblematisch, solange dies nur Auswirkungen auf den Hoheitsbereich hat, für welchen der regelnde Gesetzgeber zuständig ist.

Aber was gilt, wenn im Falle internationaler Bezüge eine andere Rechtsordnung ihren Geltungsbereich so regelt, dass die Vorschriften sich widersprechen?

Gerade das deutsche Erbrecht sorgt wegen der güterrechtlichen Verknüpfungen an dieser Stelle für besondere Komplexität.

Mit der Lösung solcher Probleme beschäftigt sich das Internationale Privatrecht. Ein Randgebiet des Rechts, welches zunehmend an Bedeutung gewinnt, aber auch für die Gerichte oft ein "Buch mit sieben Siegeln" ist. Da kann es hilfreich sein, wenn wenigstens der Anwalt sich auskennt.

Wir helfen Ihnen auch in diesem Fall mit unserer langjährigen Erfahrung!
Sprechen Sie uns an.

Ausländische Erbrechtsordnungen

Wenn ausländisches Recht zur Anwendung kommt, oder die Frage im Raum steht, ob im Rahmen eines Testaments möglicherweise eine Rechtswahl getroffen werden soll, die deutsches Recht ausklammert, werden wir mit Ihnen gemeinsam überlegen, was zu tun ist.

Im Einzelfall kann dies auch bedeuten, dass wir einen Spezialisten aus dem ausländischen Recht hinzuziehen.

Bank zur Auskunft verurteilt

Die Abwicklung von Erbschaften mit Grundstücken und Forderungen im Nachlass gehören zum Standardgeschäft des Rechtsanwaltes. Was aber wenn dem Erben eine Grundschuld als sogenanntes bestehen gebliebenes Recht aus einer Zwangsversteigerung zufällt? Damit sind viele Beteiligte und auch oft Banken, denen eine solche Grundschuld als Sicherungsnehmer ursprünglich zur Verfügung gestellt wurde, überfordert. Im nun entschiedenen Fall hatte sich die Bank sogar geweigert, dem Erben Auskunft zu erteilen.

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10 Tipps für künftige Erblasser

Den Beitrag von Rechtsanwalt Rudolph für Deutschlandradio Kultur      finden Sie hier.

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notarielles Nachlassverzeichnis

Das OLG Bamberg hat die Anforderungen an ein notarielles Nachlassverzeichnis in einer neuen Entscheidung zusammengefasst und klargestellt und hiermit die Rechte der Pflichtteilsberechtigten gestärkt.

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Sittenwidriger Erbverzicht

Erbverzichte und Pflichtteilsverzichte sind gefährlich und sollten sorgfältig bedacht werden. Insbesondere junge Kinder können oft nicht beurteilen, auf was sie sich einlassen, wenn die Eltern einen Erb- oder Pflichtteilsverzicht verlangen.

Das Oberlandesgericht Hamm urteilte nun: Ein Nissan GTR X für einen Erbverzicht ist sittenwidrig.

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Unwirksame Bestimmung im Testament

Ein Testament, in dem der Erblasser verfügt: "Wer mir in den letzten Stunden beisteht, übergebe ich Alles" ist unwirksam.

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Knapp 500 Paragraphen,

die es in sich haben:

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