Ein Weg zu einer fairen Trennung

Mediation bedeutet "Vermittlung" und stellt eine Mglichkeit der Konfliktlsung bei Trennung und Scheidung dar. Sie wird getragen von der Eigenverantwortlichkeit der Partner. Die Partner finden durch eigenverantwortlichen Interessenausgleich zu einer Neuorganisation der familiren und finanziellen Verhltnisse.

Den Gegensatz hierzu bildet eine berlassung der Entscheidungen ber die bei einer Scheidung zu regelnden Bereiche wie Umgangsregelungen, Unterhalt, Versorgungsausgleich, Zugewinnausgleich, Regelungen des Hausrats etc. in die Fremdbestimmung durch ein Gericht.

Der Beginn einer Mediation ist sinnvoll, wenn zumindest fr einen Partner der Trennungsentschlu feststeht. Vorher kann eine Ehe- und Familienberatung ein Weg zu einer Entscheidungsfindung in die eine oder andere Richtung sein.

Zur Regelung der Trennungs- und Scheidungsfolgen eignet sich Mediation, wenn bei den Partnern die Bereitschaft besteht, einvernehmlich eine faire Vereinbarung zu erarbeiten. Jede / jeder sollte sich fragen,

Eine erfolgreiche Mediation setzt bei den Partnern ein Mindestma an Gesprchs- und Einigungsbereitschaft, die Bereitschaft zur Fairness auch gegenber den brigen Familienmitgliedern und zur Bercksichtigung auch der Interessen des anderen Partners, aber auch die Bereitschaft zur Uneinigkeit voraus.

Hierbei sind Grundregeln einzuhalten, auf die sich die Parteien zu Anfang der Mediation einigen:

Hierber wird eine verbindliche Einigung, der sogenannte Mediationsvertrag, geschlossen. 

Eine normale Mediation wird sechs bis zwlf Zeitstunden dauern und sich in der Regel ber mehrere Monate oder ein Jahr erstrecken. Das Tempo bestimmt immer der Langsamste. Wenn die grundlegenden Fragen zur Mediation geklrt sind, werden die Themen gesammelt und eine Bestandsaufnahme gemacht. Erst wenn Einigung ber die zu verhandelnden Themen besteht, kann in die Verhandlung und Konfliktbearbeitung eingestiegen werden. Hierbei werden die unterschiedlichen Interessen und Sichtweisen der Parteien erkennbar. Lsungsmglichkeiten knnen entwickelt und eine Vereinbarung, Umgangsplne etc. entworfen werden. Nach Mglichkeit sollten Kinder dann auch einbezogen werden. In einer Testphase kann geprft werden, ob die gefundenen Regelungen tatschlich praktikabel sind. Zum Abschlu werden die Ergebnisse der Mediation festgehalten, durch Rechtsanwlte berprft und schlielich in eine rechtsverbindliche Form gebracht.

Auch wenn die Parteien die Mediation mglichst schnell abschlieen wollen, so ist es doch wichtig, sich gengend Zeit zu nehmen, um eine Vereinbarung zu erzielen, die niemand in Zukunft bereut.

Meine wesentliche Aufgabe als Mediator besteht darin, diesen Proze als neutraler Dritter zu leiten und zu berwachen und jeder Partei Raum fr die eigenen Interessen zu gewhren. Ich bin bemht sicherzustellen, da jeder alle Informationen hat, die zu einer tragfhigen Entscheidung erforderlich sind. Die Entscheidungen liegen letztendlich bei den Parteien. Doch werde ich darauf achten, da die Regelungen nicht rechtswidrig und so fair sind, da keiner "ber den Tisch gezogen wird", weil er dem anderen Unterlegen ist. 

Bei einem ersten Termin geht es um ein erstes Kennenlernen, Fragen des Verfahrens, der bestehenden ngste und Befrchtungen, das Besprechen der Grundlagen und Grundregeln der Mediation, das Schlieen einer Mediationsvereinbarung.

Vor der dann folgenden Sitzung sollten sich dann beide Partner unabhngig voneinander durch einen eigenen Rechtsanwalt beraten lassen. Dieser wird sie ausschlielich unter dem Blickwinkel ihrer jeweils eigenen Interessen beraten. Diese Aufklrung gibt jedem Partner die Mglichkeit, selbst fr sich die notwendigen Entscheidungen zu treffen.

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